Schwangerschafts​begleitung

Einzelbegleitung
Begleitung für Paare

Emotionaler Prozessarbeit (EPA) bietet einen geschützten Raum für alles, was dich in dieser besonderen Zeit bewegt – zum Beispiel bei:

  • Ängsten und Unsicherheiten in der Schwangerschaft
  • belastenden Erfahrungen aus früheren Geburten oder Schwangerschaften
  • Erfahrungen mit Fehlgeburt oder stiller Geburt und den damit verbundenen Ängsten
  • Sorgen um die Gesundheit oder Entwicklung deines Babys
  • Sorgen bei einer Übertragung
  • emotionalen Belastungen während einer Risikoschwangerschaft
  • Veränderungen in deiner Partnerschaft und im familiären Umfeld
  • dem Hineinwachsen in deine Mutterrolle
  • dem Aufbau einer liebevollen Verbindung zu deinem ungeborenen Baby
  • allen Themen, die sich in dieser besonderen Zeit zeigen

Eine Schwangerschaft verändert vieles. Nicht nur dein Körper wächst – auch dein Inneres beginnt sich zu wandeln. 

Ich bin überzeugt, dass Beziehung nicht erst mit der Geburt beginnt. Sie beginnt in den leisen Momenten der Schwangerschaft – in einem Atemzug, in einer Berührung, in deiner Stimme und in dem tiefen Lauschen auf das neue Leben, zu dem bereits eine einzigartige Verbindung entsteht. Ein Leben, das bereits da ist und zugleich auf ganz eigene Weise immer mehr Teil eures gemeinsamen Weges wird. 

Neben der Vorfreude können Fragen, Ängste oder Unsicherheiten auftauchen. Vielleicht trägst du belastende Erfahrungen aus einer früheren Geburt in dir. Vielleicht spürst du Sorgen um dein Baby oder merkst einfach, dass diese besondere Zeit vieles in Bewegung bringt. 

Mit Emotionaler Prozessarbeit (EPA) begleite ich dich liebevoll durch diese Zeit. Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem alles da sein darf – ohne etwas wegmachen oder verändern zu müssen.

Raum für alles, was dich bewegt

Immer wieder erlebe ich, wie Frauen durch das bewusste Wahrnehmen ihrer Gefühle wieder in einen tiefen Kontakt mit sich selbst und ihrem ungeborenen Kind finden. Sie beginnen zuzuhören. Sie stellen ihrem Baby innerlich Fragen. Und oft zeigt sich etwas Überraschendes: Während die Mutter ihre Ängste wahrnimmt, wird das Kind im Bauch als ruhig, klar und sicher erlebt.

Alle Gefühle dürfen da sein. Denn Gefühle möchten nicht bekämpft werden – sie möchten gesehen werden. Oft beginnt genau dort Veränderung, wo wir aufhören, gegen das zu kämpfen, was gerade ist.

In Verbindung mit deinem Baby

Ich glaube, dass die Verbindung zwischen Mutter und Kind etwas zutiefst Ursprüngliches ist. Sie ist oft längst da – manchmal braucht es einfach einen stillen Raum, damit sie wieder wahrgenommen werden kann. 

Unsere Welt ist laut geworden. Wir sind gewohnt, Antworten im Aussen zu suchen. Doch während einer Schwangerschaft beginnt oft eine ganz andere Sprache hörbar zu werden – leise, fein und voller Weisheit. 

Immer wieder erlebe ich, dass ungeborene Kinder auf ihre ganz eigene Weise in Beziehung treten. Manche Frauen nehmen innere Bilder wahr, andere Gefühle oder Botschaften. Ob man dies Intuition, innere Wahrnehmung oder tiefe Verbundenheit nennt, spielt letztlich keine Rolle. Entscheidend ist, dass daraus Vertrauen wachsen darf – in den eigenen Körper, in das Baby und in den gemeinsamen Weg.

Die Sprache von Atem und Stimme

Auch dein Nervensystem spielt während der Schwangerschaft eine zentrale Rolle. Es bildet den Boden, auf dem dein Baby heranwächst. Deshalb darf es immer wieder liebevolle Aufmerksamkeit erhalten. 

Dein Atem ist dabei eine wunderbare Unterstützung. Mit jedem bewussten Atemzug schenkst du deinem Körper Ruhe. Dein Nervensystem kann sich regulieren und du findest immer wieder zurück in den Kontakt mit dir selbst und deinem Baby.

Auch deine Stimme kann bereits während der Schwangerschaft eine wundervolle Brücke zu deinem Baby sein. Sie wird über deinen Körper – insbesondere über die Knochen und den Resonanzraum des Beckens – zu deinem ungeborenen Kind getragen. Der Hörsinn gehört zu den ersten Sinnen, die sich im Mutterleib entwickeln.

Der französische Arzt und Hörforscher Alfred Tomatis beschäftigte sich intensiv mit der Bedeutung der mütterlichen Stimme für das ungeborene Kind. Er beschrieb, wie früh Babys die Stimme ihrer Mutter wahrnehmen und welche wichtige Rolle sie für ihre Entwicklung spielen kann. Tomatis vertrat zudem die Auffassung, dass sich Babys häufiger in die Geburtsposition drehen, wenn sie regelmässig angesprochen oder ihnen vorgesungen wird. Er sprach davon, dass ein Kind seine Ohren schon früh aus Freude und Neugier für die Welt öffnet und aufmerksam lauscht. Gleichzeitig ging er davon aus, dass sich ein ungeborenes Kind bei anhaltendem Stress oder belastenden Emotionen eher zurückziehen kann. 

Von Anfang an freut sich ein Baby über Klänge und Schwingungen, die von Liebe, Geborgenheit und Ruhe getragen sind. Deshalb ist nicht nur wichtig, was wir sagen, sondern vor allem wie es klingt. Die Stimme der Mutter ist das Erste, was ein Baby intensiv wahrnimmt – ihre Melodie, ihr Rhythmus und ihre Klangfarbe. 

Deshalb lade ich werdende Eltern ein, schon während der Schwangerschaft mit ihrem Baby zu sprechen oder ihm vorzusingen. Vielleicht entscheidet ihr euch für ein gemeinsames Gute-Nacht-Lied. Wenn ihr dieses Abend für Abend singt, entsteht ein liebevolles Ritual. Die vertraute Melodie begleitet euer Baby bereits im Bauch und wird nach der Geburt wiedererkannt. Vielleicht wird genau dieses Lied zu einer kleinen Brücke zwischen eurer gemeinsamen Zeit im Bauch und dem Ankommen in dieser Welt.

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